Offener Bücherschrank in Giften - Das Bautagebuch

Stefan Burkhardt und ich fuhren zu dem freundlichen Spender Gerrit Schneider, um uns die Bank anzuschauen.

 

Gerrit ist Berufsfeuerwehrmann und führt nebenbei offizielle Baumfällungen durch. Genaueres findet man auf der Homepage www.olle-zwutschen.de. Aus diesen gefällten Bäumen fertigt er ab und zu Kunstgegenstände, unter anderem auch Sitzbänke. Er führte uns in seinen Keller, wo „unsere“ Bank lag.„Die Bank ist für uns? Geschenkt?! Cool.“

20110327_bs_1Diese Bank, die Gerrit ursprünglich für sich selbst gebaut hatte, besteht aus20110327_bs_2 einem halbierten Baumstamm als Sitzfläche sowie zwei großen Baumscheiben als Rückenlehnen. Zwar hatte er die Bank noch nicht fertig, aber dies stellte für uns kein Problem dar. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei Gerrit Schneider für diese außergewöhnliche Spende bedanken! 

Wir brachten die Bank zu mir und ich machte mich gleich ans Werk, sie fertig zu stellen. Es kostete mich gut einen Tag Arbeit, aber bei dem schönen Wetter genoss ich die Arbeit im Garten. Damit war der erste Teil des Projekts abgeschlossen. Nun galt es, weiter am Design des Schrankes zu arbeiten. Als erstes konzentrierte ich mich auf meinen Wunsch, den Schrank autark mit Energie zu versorgen. Auf Grund des schattigen Standortes war Fotovoltaik von vorneherein auszuschließen. Geothermie und ein Wasserkraftwerk natürlich auch : ). Dadurch blieb allein Windenergie übrig. Nach intensiver und wochenlanger Recherche im Internet kam ich zu 20110327_bs_3dem Schluss, dass für unseren Schrank ein Rotor mit vertikaler Achse die optimale Lösung darstellt. Ein Rotor mit horizontaler Achse muss immer zum Wind hin ausgerichtet werden. Das erfordert eine andere Lagerung, die das Projekt verteuern würde. Als klassische Rotoren mit einer vertikalen Achse gelten der Savoniusrotor, der Darrieus20110327_bs_4rotor und der H-Rotor. 

Da sich der Schrank mit seinen Aufbauten möglichst harmonisch in seine Umgebung einfügen sollte, hatte ich das Bestreben, das Design sehr organisch zu halten. Hierfür ist ein Savoniusrotor auf Grund seiner Bauart am Besten geeignet. Damit war die Energiefrage geklärt, jetzt ging es um technische Feinheiten. Es mag merkwürdig klingen, dass man so ein Objekt von oben nach unten gestaltet, aber ich war mir sicher, wenn ich das Design für den Rotor habe, fällt mir das Design für den Schrank leichter.

Davon aber mehr im nächsten Teil:

Teil 6: „Schatz, endlich kann ich Dein Geburtstagsgeschenk sinnvoll nutzen!“

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